Wenn ich in diese Welt schau, wird die Frage in mir groß: Warum?
Warum Krieg und Gewalt, Bomben fallen, Menschen fliehen, Kinder sterben, Hass regiert. Warum?

Wenn ich in meine Welt schau, wird die Frage in mir groß: Warum?
Warum Abschied, Abschied von Menschen, von Träumen, von Plänen und Ideen, von Kraft, von Gesundheit. Warum?

Und dann les ich in der Bibel von Jesus, der „Warum?“ fragte. Warum, mein Gott, hast du mich verlassen? Ich fühle mich verstanden. Bin nicht allein mit meinem Fragen. Werde nicht vertröstet, sondern kann mir seine Worte leihen: Warum, mein Gott, hast du mich verlassen?

Da hinein feiern wir Ostern. Auferstehung. Das Leben ist stärker als der Tod. Die Liebe ist stärker als der Schmerz. Trotzdem darf ich weiter fragen. Trotzdem darf ich mit Gott ringen. Über mich und meine Welt. Über ihn und seine Welt. Aber seitdem darf ich auch gewiss sein, dass das „Warum?“ niemals das letzte Wort behält.