In meiner Funktion als Referentin für Seelsorge begegnet mir immer wieder die Frage: „Was
ist eigentlich so attraktiv an Mentoring, dass du denkst, jeder sollte einen Mentor/eine
Mentorin haben?“


Da muss ich dann gar nicht lange überlegen, denn es fing damit an, dass ich mich fragte, wie
ich herausfinden kann, welchen Beruf ich wählen soll, welchen Mann ich heiraten soll und
wie ich meine Probleme angehen kann…🤔 Damals war es in unserer Gemeinde völlig
normal, dass es Männer und Frauen gab, die bereit waren, junge Leute in solchen Fragen zu
begleiten. Es tat mir gut, mit einer lebenserfahreneren Frau zu sprechen, zu reflektieren, zu
beten. Sie hat mich nie gedrängt, hat mir zugehört, mir Fragen gestellt – das half mir beim
Sortieren. Und es hat mich gefreut, wenn sie nachgefragt hat, wie sich die Dinge bei mir
entwickeln. Ich wusste, dass sie für mich betet und dass ich ihr wichtig bin.
Mit 22 habe ich geheiratet, habe meine Berufsausbildung abgeschlossen, wir haben Kinder
bekommen – und ich hatte immer wieder neue Fragen, Sorgen, Herausforderungen… Und es
tut mir bis heute gut, dass ich eine Mentorin habe, die ich jederzeit kontaktieren kann. Oft
liegen Monate oder gar Jahre zwischen regelmäßigen Gesprächen mit ihr, aber wenn ich
jemanden brauche, der nicht mit mir im System steckt, sondern von außen helfen kann
meine Situation zu beleuchten, dann weiß ich, wen ich anrufen kann. Heute leite ich eine
kleine Gruppe von Mentees und darf ihnen zuhören, sie ermutigen, herausfordern,
begleiten. Auch daran habe ich Freude!
Das ist es, was ich jedem von euch wünsche, darum bieten wir auch die Vermittlung von
Mentoring an.
Bei Bedarf kannst du dich gerne an Vera Weniger wenden: v.weniger@crossover.info