Schutzkonzept zur Prävention von sexualisierter Gewalt / Missbrauch

Wirksame Prävention umfasst einerseits eine Analyse möglicher Risiko- und Schutzfaktoren, sowie andererseits Partizipation aller Beteiligten im Sinne gemeinsamer transparenter Maßnahmen zur Wahrung guter Grenzen im Umgang miteinander.

Daher verstehen wir unser Konzept als Leitlinie und wünschen uns konstruktive Ergänzungen durch Freizeitleiter, Mitarbeiter und Teilnehmer, sowie deren Eltern.

Wir setzen dabei auf vertrauensvolle, ehrliche Kommunikation im Umgang mit Grenzverletzungen im Sinne des Schutzes der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Diesen Umgang wollen wir im gegenseitigen Miteinander und auf unseren Freizeiten vorleben und prägen.

Unser Konzept wird von 6 Säulen getragen:

  1. Auswahl der Referenten, Leiter und Mitarbeiter
  2. Verhaltenskodex und Selbstverpflichtung der Mitarbeiter
  3. Klare Beratungs- und Beschwerdewege
  4. Schulung, Sensibilisierung und Qualitätssicherung
  5. Kinder und Jugendliche einbeziehen (gute Grenzen vermitteln)
  6. Aufarbeitung

Ihre Ansprechperson bei Fragen oder Beschwerden

Karin Badalie

Referentin für Seelsorge bei mc²
Mail: k.badalie@marburger-kreis.de
Tel.: 07631 – 974 9753
Mobil: 01577 03 88 739

1. Auswahl der Referenten, Leiter und Mitarbeiter

Uns ist bewusst, dass Hauptamtliche und ehrenamtliche Entscheidungsträger verantwortlich sind für die uns für eine Kinder- oder Jugendfreizeit anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Sie sind ebenfalls wesentlich verantwortlich dafür, unsere Werte und einen guten grenzwahrenden Umgang untereinander vorzuleben und gegebenenfalls einzufordern.  Das werden wir bei der Auswahl aufmerksam berücksichtigen. Außerdem müssen alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter in gesetzlich vorgegebenen Abständen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.

2. Verhaltenskodex und Selbstverpflichtung der Mitarbeiter

Mitarbeiter im Kinder- und Jugendbereich verpflichten sich durch ihre Unterschrift, das „Mitarbeiterleitbild von Marburger Kreis und crossover“ gelesen und verstanden zu haben und die darin enthaltenen Verhaltensregeln einzuhalten und auf deren Einhaltung auch bei anderen Gruppenmitgliedern zu bestehen.

3. Klare Beratungs- und Beschwerdewege

Damit unsere Maßnahmen zum Kinderschutz greifen, müssen einerseits die Regeln immer wieder kommuniziert werden, andererseits braucht es transparente Wege, um Grenzverletzungen und sexualisierte Übergriffe zu melden, damit sie aufgedeckt werden und dann entsprechend gehandelt werden kann. Wir möchten, dass schnell Meldung gemacht wird, falls irgendwo sexualisierte Gewalt ausgeübt wurde.  Dafür werden wir verschiedene Beratungs- und Beschwerdewege leicht auffindbar anbieten. Wer sich meldet, wird ernst genommen! Für die konkreten Maßnahmen im Anschluss an eine Meldung gibt es einen Konfliktmanagementplan der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Leitern bekannt ist.

4. Schulung, Sensibilisierung und Qualitätssicherung

Alle Mitarbeiter und Ehrenamtlichen, die bei crossover und Marburger Kreis mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, sollen über Schulungen grundlegende Kenntnisse über Gewalt, speziell sexualisierte Gewalt und deren Prävention erlangen. In diesem Rahmen sollen sie eine Kultur der Achtsamkeit entwickeln, die sicherstellt, dass wir achtsam miteinander umgehen und hinschauen werden, wenn das irgendwo nicht geschieht. Wir werden eine hauptamtliche Person benennen, welche das Thema Prävention präsent hält.

5. Kinder und Jugendliche einbeziehen – gute Grenzen vermitteln

Indem wir Kinder und Jugendliche mit guten Grenzen vertraut machen, ermöglichen wir ihnen, ein gutes Gespür für Grenzverletzungen zu entwickeln, sich gegebenenfalls entsprechend zu wehren, oder Hilfe zu finden, um Unterstützung zu erhalten. Außerdem wollen wir damit auch dazu ermutigen, selbst aktiv zu werden, wenn man grenzverletzendes Verhalten bei anderen beobachtet.

6. Aus Fehlern lernen

Wir bemühen uns, unsere Präventionsmaßnahmen ständig zu verbessern. Dazu fördern wir eine gute Feedbackkultur, die Schwachstellen benennt und über geeignete Maßnahmen nachdenkt.

Sollten über unsere Beschwerdewege Hinweise auf Übergriffe, Gewalt oder sexualisierte Gewalt eingehen, werden wir diesen konsequent nachgehen und geeignete Maßnahmen ergreifen, um dies in Zukunft zu unterbinden.