Frühjahrsputz | Catharina Mabrey

Ich habe gerade mein Büro aufgeräumt – endlich! Es war bitter nötig. Briefe einheften, Dokumente sortieren und ausmisten. Papierkorb voll! Obwohl es so gut tut einen freien Schreibtisch zu haben, hat es lange gedauert, bis ich mich dazu aufraffen konnte.

Um ehrlich zu sein: so ein Frühjahrsputz steht nicht nur in meinem Büro an. Es gibt so ein paar Angewohnheiten, die ich dringend abheften sollte. Zum Beispiel am Handy daddeln oder zuviel Serien am Abend gucken. In meinem Kopf ist dabei eine vorwurfsvolle Stimme, die Sachen sagt wie „Ist ja wieder klar“ oder „So schaffst du nie was“. Vielleicht kennst du sowas auch von dir?

Etwas, das mich immer wieder überrascht, ist, dass Gottes Aussage zu meinem Leben überhaupt kein „Das solltest du aber mal hinkriegen“-Kommentar ist. Stattdessen ein „Weißt du, dass ich dich liebe, wie du bist?“. Und ein „Komm zu mir und ruh dich aus“. Und ein „Gemeinsam schaffen wir das“-Kommentar. Deswegen möchte ich meinen Frühjahrsputz mit ihm angehen, weil es so gut tut, dieser Stimme zuzuhören. Viel besser als die nörgelnde Stimme in meinem Kopf, die mich runterziehen möchte. Also ich bin dann mal wieder aufräumen… Du auch?