Neulich fahre ich nach einem Besuch bei meiner Schwester in Leipzig nach Hause. In meinem Auto befinden sich noch drei weitere Mitfahrer, die ich über eine Mitfahrgelegenheit mitnehme. Nachdem ich erwähne, dass ich als Jugendreferent bei einer christlichen Jugendarbeit tätig bin, wird mein Mitfahrer auf dem Beifahrersitz neugierig und beginnt eine umfassende weltanschauliche Diskussion, die sich über die gesamte, dreistündige Rückfahrt erstrecken wird. Zuerst geht es um die ganz großen Dinge, wie die Entstehung des Universums und des Lebens auf der Erde. Diverse Theorien werden ausgepackt und debattiert. Doch es wird zunehmend konkreter, weil ich meinen Glauben an einer konkreten Person festmache, die zu einem konkreten Zeitpunkt an einem konkreten Ort gelebt und gewirkt hat. An den Aussagen und der Person von Jesus mache ich meinen Glauben fest. Das Christentum das mit Jesus seinen Anfang nahm, ist eine historisch nicht zu leugnende Tatsache.

Nun verengt sich die Diskussion auf die Glaubwürdigkeit der neutestamentlichen Autoren. Woher kann ich wissen, dass das, was die Evangelien über Jesus berichten, sich wirklich so zugetragen hat? Waren die neutestamentlichen Schreiber nicht vielleicht doch auf Macht aus, die sich durch die Verbreitung einer neuen florierenden Religionsgemeinschaft ausweiten konnten, indem sie einen weisen Rabbi zum Sohn Gottes deklarierten?

Doch die Autoren des Neuen Testaments behaupten von sich die Wahrheit zu sagen und Augenzeugen zu sein. Je mehr ich mich damit auseinandersetze, desto mehr entdecke ich, dass sich mein Glaube nicht allein auf subjektiven Erfahrungen gründet – Momente in denen ich persönlich Gott erlebt habe, sondern auch auf Vernunftsgründe, die nachprüfbar und robust sind und mit der Glaubwürdigkeit der Bibel zu tun haben. Mein Glaube ist also kein „blindes“ Vertrauen, sondern ein Vertrauen, dass durch nachvollziehbare Gründe gestützt wird.

Und so konnte ich den berechtigten Einwänden meines Mitfahrers in Ruhe begegnen bzw. auch an seine Theorien einige Rückfragen stellen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen auch aus angeblich „wissenschaftlichen“ Gesichtspunkten Vorurteile gegen das Christentum erheben, obwohl sie sich mit solider neutestamentlicher Forschung wenig befasst haben bzw. diese ausklammern. Wissenschaftliches Arbeiten geht anders, das habe ich nach 5 Jahren Uni mitbekommen.

Hier mal zwei Tests, die für mich für die Glaubwürdigkeit des Neuen Testaments sprechen:

Ehrlichkeitstest

Würdest du einen Facebookpost darüber machen wie du neulich einen Freund im Stich gelassen hast oder eingeschlafen bist, als er dich eigentlich gebraucht hätte? Die Autoren des Neuen Testaments kommen an einigen Stellen des Neuen Testaments nicht wirklich gut weg. Petrus verleugnet Jesus dreimal, um nur ein Beispiel zu nennen. Wenn die Autoren des Neuen Testamentes etwas Peinliches über sich preisgeben, zeigt das, dass sie mehr Interesse an Wahrheit hatten, als an einer tollen Selbstdarstellung. Viele von ihnen wurden später auf brutale Weise auf Grund ihres Glaubens an Jesus getötet. Warum sollte jemand bereit sein für eine Lüge zu sterben?

Stille Post

Kennst du das Spiel Stille Post? Eine Botschaft macht die Runde und am Ende kommt etwas völlig anderes raus als ursprünglich gesagt wurde. Wie können wir sicher sein, dass uns diese alten Dokumente akkurat überliefert wurden?

Die Biografie Alexander des Großen erschien 400 Jahre nach seinem Tod. Kaum jemand bezweifelt seine Existenz. Von dem Leben von Jesus haben wir 4 Berichte die ca. 50 Jahre nach seiner Zeit verfasst wurden – die Evangelien. Alles was wir über Cesar, wissen findet sich in 10 Manuskripten. Die Zahl der neutestamentlichen Aufzeichnungen umfasst über 24.600 Manuskripte. Damit ist das Neue Testament mit Abstand auf Platz eins antiker Dokumente. Platzt zwei belegt Homers Ileas mit 643 Manuskripten.

„Die Texte des Neuen Testaments sind in weitaus größerer Zahl und mit größerer Sorgfalt erhalten als alle anderen antiken Dokumente“,  so Craig Bloomberg Professor für Neues Testament (zitiert  nach  S. & J. McDowell , Wer ist dieser Mensch?,  S.100.).

 

Ich möchte Dir Mut machen Dich und auch andere herauszufordern selbst herauszufinden, was es mit diesem Jesus auf sich hat!