Ich leider nicht, und das tut weh. In der Gesellschaft bin ich oft dann wichtig, wenn ich anderen „etwas bringe“. Ich habe nach dem Studium in einem Ferienclub in Griechenland gearbeitet und für 450.- im Monat und ein schimmliges Zimmer 6 Tage die Woche gearbeitet – mit 16-Stunden-Schichten. Ich bereue es nicht, ich habe tolle Erfahrungen gesammelt und viel gelernt! Als die Saison vorbei war, fuhr ich nach Hause: „Alexandra, wenn Du hier mal Urlaub machen möchtest, dann melde Dich unbedingt, wir geben Dir besondere Konditionen!“ sagte die Clubleitung damals. Weiterlesen

Den richtigen Weg finden

Mein Urlaub ist zu Ende. Am letzten Tag waren Petra und ich noch einmal wandern. Ein wunderbarer Sonnentag, durch Wald und Freifläche. Der Weg war gut ausgeschildert, was wir in unserem Urlaub nicht immer so vorgefunden haben.

Kennt Ihr das? Ich gehe einen Weg, habe ein Ziel und sehe unterwegs keine Wegweiser, die mich sicher gehen lassen. Bin ich noch richtig, ist das der Weg, werde ich auf dem Weg, den ich zur Zeit gehe, auch an meinem Ziel ankommen?


Schön ist es, wenn einer vorangeht. Wenn ich gehen kann, ohne permanent auf den Weg achten zu müssen. Da bin ich froh, wenn ich mich unterhalten kann, die Landschaft in mich aufnehmen kann, ohne auf Wegzeichen achten zu müssen. Das ist mir jetzt in meinem Urlaub noch einmal bewusst geworden, wie wertvoll es ist, wenn ich Hinweise und Markierungen sehe, die meinen Weg sicher machen.

In meinem Leben habe ich oft darum gerungen, den richtigen Weg zu finden. In meiner Jugend – und auch heute immer wieder – bin ich einfach losgegangen. Und das ist ja auch richtig so. Aber manchmal, da hätte ich doch eine Führung benötigt. Und jetzt habe ich in meinem Urlaub im 2. Mose gelesen, wie Mose mit Gott verhandelt hat, dass er doch mit seinem Volk ziehen soll. „Gib uns doch ein Zeichen – eine Markierung, dass wir sehen und wissen, du gehst mit uns“. Genau, dachte ich mir. Das ist es.

Gott antwortete Mose: „Ich will mitgehen, damit du beruhigt bist“. Ja, wir können beruhigt sein, dass wir unbekannte Wege nicht alleine gehen müssen. Wegweiser sind eine Hilfe, die ich in Anspruch nehmen kann. Ganz konkret für mich: Hilfe Gottes für mein Leben. Und Gott erfüllt uns diese Bitte. Weil er uns, wie sein Volk auch, unendlich lieb hat.

Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr für Euer Leben, für Euren Weg Hinweise und Markierungen bekommt, die Euch sicher gehen lassen. Jesus hat sie uns zugesagt und er schenkt sie uns auch. In diesem Sinne, seid herzlich aus dem Hunsrück gegrüßt, Berny