Bist du lukrativ?

Ich leider nicht, und das tut weh. In der Gesellschaft bin ich oft dann wichtig, wenn ich anderen „etwas bringe“. Ich habe nach dem Studium in einem Ferienclub in Griechenland gearbeitet und für 450.- im Monat und ein schimmliges Zimmer 6 Tage die Woche gearbeitet – mit 16-Stunden-Schichten. Ich bereue es nicht, ich habe tolle Erfahrungen gesammelt und viel gelernt! Als die Saison vorbei war, fuhr ich nach Hause: „Alexandra, wenn Du hier mal Urlaub machen möchtest, dann melde Dich unbedingt, wir geben Dir besondere Konditionen!“ sagte die Clubleitung damals.

Ein paar Jahre später, ich habe Mann und Kind, möchte ich dort Urlaub machen und schreibe ihnen. „Ach, schade, das sei nun leider zu lange her, da müsste ich regulär im Reisebüro buchen.“ Und ich weiß von einer Freundin, dass das nicht stimmt. Bei anderen drückt man mal ein Auge zu, ich hab aber weder Kontakt gehalten, noch haben sie es nun nötig mir einen Sonderpreis zu gewähren. Aus der Traum, 2000.- für eine Woche Familienurlaub sind nicht drin. Eine Woche später mache ich eine ähnliche Erfahrung mit der Sparkasse- schade, ich „bringe ihnen nichts“. So läuft es halt.

Ich bin dankbar, dass es bei Gott nicht so läuft. Bei ihm zähle ICH, nicht meine goldenen Taler auf dem Konto. ICH zähle, und nicht meine lukrativen Kontakte. Mein Herz, mein ganzes Sein, das zählt. Ich wünsche Dir, dass auch Du die Erfahrung mit Gott machst, die in so deutlichem Kontrast zur Gesellschaft steht: DU zählst, DEIN Herz, DEINE Träume, DEINE Ängste, DEIN ganzes Sein.

Alexandra Dierking