„Mehr von allem!“

Mit dieser Forderung ging „Horst Schlämmer“ 2009 in den Wahlkampf. Die Kunstfigur von Hape Kerkeling beklagt „allet wird weniger, et muss mehr werden“.  Mehr wollen wir alle irgendwie. Mehr Geld, mehr Freunde, mehr Freiheit, mehr Luxusartikel, mehr Gotteserfahrung, mehr Spaß, …  Im Moment ist gerade Fastenzeit. Das Motto der Fastenzeit, die von Aschermittwoch bis Ostersonntag geht, ist „weniger“. Freunde von mir verzichten auf Schokolade, Computer, Kaffee, Fernsehen oder wie ich auf Alkohol. Einfach mal weniger! Mich beschäftigt die Frage, ob das „mehr“ wirklich glücklich macht? Wenn ich mir die Menschen um mich herum anschaue, dann tun sie so als wäre „konsumieren“ und „mehr haben“ alles. Dabei ist das nicht die Botschaft, die wir von Gott mitbekommen haben. Jesu Botschaft ist genau das Gegenteil. Er hätte als Sohn Gottes mehr als mehr, also Alles haben können. Aber er hat sich für „weniger“ entschieden. Er ist auf die Erde gekommen und hat sogar auf sein Leben „verzichtet“. Gemeinsames Leben kann nach Gottes Ideen nur funktionieren, wenn wir alle bereit sind auch mal „weniger“ zu haben.
Weniger Spaß, weil wir den verletzenden Witz über den anderen lassen.
Weniger Geld, weil wir ein paar Euro für Menschen in armen Ländern gespendet haben.
Weniger Zeit vorm PC, weil wir einem echten Menschen etwas Gutes getan haben.

Doch bei alledem gewinne ich eigentlich mehr. Mehr Freunde, mehr Gotteserfahrung und mehr Zufriedenheit. Worauf willst Du heute oder in der Fastenzeit verzichten? Denn weniger kann oft viel mehr sein!
(Chris Pahl)

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