Begegnung mit ... oder: der Schlüssel
„Mist, schon wieder zu spät, dabei hatte ich doch versprochen, diesmal
pünktlich zu sein. Jetzt noch schnell ein Butterbrot, Sachen packen, wo ist
denn nur mein Schlüssel, mein Schlüssel, so ein Schlüssel kann doch nicht..., SCH…(an
dieser Stelle zensiert)!!!“
„Alisa, jetzt mach mal halb lang, komm mal runter, alles klar?“
„Was?“
„Ja, komm mal runter, was rennst du denn hier so rum?“
Manchmal habe ich das Gefühl, ich sei ein Hamster in einem
motorbetriebenen Laufrad, in dem die Bremse bedauerlicherweise fehlt. Ich
glaube wir haben häufig das Gefühl, die Tretmühle des Lebens gar nicht anhalten
zu können, weil alles scheinbar unausweichlich weiter läuft. Alle möglichen
Leute wären enttäuscht, wir selbst haben Angst zu versagen. Wie blöd ist es denn auch, einem Freund
abzusagen, weil man seine Ruhe braucht?
Und JA! Ich wünsch mir Ruhe und ich habe da auch so eine Ahnung,
vielleicht hat Gott sie mir schon längst geschenkt. Aber weil ein voller
Terminkalender oft auch meine Gedanken blockiert, komme ich nicht mal mehr dazu,
Gottes Geschenke anzunehmen. Ich renne durch die Gegend und merke gar nicht,
dass die Ruhe, die ich suche, schon für mich bereit liegt. Es ist meine
Entscheidung, sie zu nutzen. Ich lebe mit Gott und habe seine Kraft in mir. Er
kann mir auch die Kraft geben, die vermeintliche Tretmühle zumindest einen Gang
runter zu schalten, damit das Leben wieder genieß-bar wird. Ein kurzes Gebet
nach oben zeigt mir häufig in aller Hektik, was wichtig ist.
Also HALT: Bete kurz und frag Gott, was jetzt gerade zählt.
„Nagut, ich nehm nen Bus später.“
„Na geht doch.“
„Danke, Gott. …Mensch, da liegt der Schlüssel ja.“
Alisa Engelke
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